Heizöl-Marktinformationen vom 25.04.2024, 08:42 Uhr

Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise auf Richtungssuche - Heizölpreise bleiben günstig!

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich nach den Turbulenzen im Nahen Osten wieder stabilisiert und sind nun auf der Suche nach einer neuen Richtung. Gleiches gilt für die Heizöl-Notierungen, die sich weiterhin auf einem recht günstigem Niveau bewegen.

Aktuell stehen die Juni-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 88,20 US-Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Mai kostet zur Stunde 784 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar gut behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0710 US-Dollar gehandelt.

Am Ölmarkt ist wieder Ruhe eingekehrt. Es scheint so, als dass der Konflikt zwischen Israel und dem Iran nicht weiter eskalieren wird und dieser so keine Gefahr für die globale Ölversorgung darstellt.
Das heißt aber nicht, dass hier die Lage gut ist, denn aufgrund der Förderkürzungen der OPEC+, des Pipelinestreits zwischen dem Iran und der Türkei, den fehlenden Mengen aus Russland und den neuen Sanktionen gegen den Iran bleibt das globale Angebot begrenzt, während die weltweite Nachfrage weiter nach oben geht.
Die gestern veröffentlichten US-Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE) fielen ebenfalls eher bullish, also preistreibend aus. Die Rohöl-Vorräte sind im Vergleich zur Vorwoche um 6,4 Millionen Barrel und somit deutlich stärker zurückgegangen, als dies von den Analysten im Vorfeld erwartet worden war. Bei den Destillaten und bei Benzin gab es keine größeren Veränderungen bzw. Abweichungen. Die Gesamtnachfrage legt um 0,3 auf 19,5 Millionen Barrel pro Tag zu, die Ölproduktion stagniert weiter bei 13,1 Millionen Fass täglich.
Die Reaktion der Marktteilnehmer fiel eher verhalten aus. Insgesamt blieben die Rohölpreise gestern recht stabil, ebenso die Gasöl-Notierungen.

Auch am Devisenmarkt gab es keine größeren Ausschläge im Wechselkursverhältnis zwischen dem Euro und dem US-Dollar. Der Ifo-Geschäftsklimaindex aus Deutschland wurde per April mit 89,4 Punkten veröffentlicht, was über der Prognose von 88,9 lag und der dritte Anstieg in Folge war. Auch aus den USA kamen gute Konjunkturdaten. Hier legte der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter per März um 2,6 Prozent und damit ebenfalls etwas stärker als erwartet zu.

Erneut also recht stabile Vorgaben für den deutschen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise heute kaum verändert bis etwas leichter in den Tag starten werden. Aktuelle Berechnungen lassen im besten Fall ein Minus von bis zu einem halben Cent pro Liter erwarten. Somit bleiben die Notierungen auf dem niedrigsten Stand seit Sommer letzten Jahres und viele Ölheizer nutzten diese gute Gelegenheit, um den Tank frühzeitig zu füllen. Angesichts der knappen Versorgungslage an den globalen Ölmärkten und der nach wie vor großen geopolitischen Unsicherheiten sicherlich keine schlechte Entscheidung.

Quelle: FastEnergy
PLZ