Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern nach anfänglicher Richtungssuche verteuert. Heute Morgen notieren die Öl-Futures weiterhin auf dem Niveau des Vortages, sodass auch die Heizöl-Notierungen anziehen.
Aktuell stehen die März-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei etwa 64 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung im Februar kostet zur Stunde etwa 654 Dollar. Der Euro wird heute Morgen zu Kursen um 1,1679 Dollar gehandelt.
Nach den jüngsten Zollandrohungen aus den USA sowie möglichen Gegenmaßnahmen der EU gaben die Ölpreise am Montag zunächst nach, konnten sich im weiteren Tagesverlauf jedoch wieder stabilisieren. Da der Handel in den USA feiertagsbedingt ruhte, sind mit der Rückkehr vieler Marktteilnehmer heute erneut stärkere Ausschläge möglich.
Der Internationale Währungsfonds geht inzwischen von einer kräftigeren Entwicklung der Weltwirtschaft im laufenden Jahr aus, wovon auch die Ölnachfrage profitieren dürfte. Für die USA und China erhöhte der IWF seine Wachstumsprognosen jeweils um 0,3 Prozentpunkte.
Stützend wirken zudem Berichte über eine vorübergehende Produktionspause am bedeutenden Tengiz-Ölfeld in Kasachstan. Gleichzeitig hat sich das zuletzt erhöhte geopolitische Risiko im Zusammenhang mit dem Iran wieder deutlich entspannt.
Damit rückt erneut eine potenzielle Überversorgung des Ölmarktes in den Vordergrund. Analysten sehen in einem möglichen Angebotsüberschuss ein senkendes Element für die Preise. Die US-Energiebehörde EIA erwartet für 2026 einen klaren Angebotsüberhang, während die Internationale Energieagentur zuletzt sogar von noch höheren Überschüssen ausging. Die OPEC hingegen hält weiterhin an ihrer Einschätzung eines weitgehend ausgeglichenen Marktes fest. Zusätzliche Impulse könnten in den kommenden Tagen vom Weltwirtschaftsforum in Davos ausgehen.
Für die Inlandspreise ergibt sich rechnerisch noch Spielraum nach oben, der durch den festeren Euro jedoch teilweise gedämpft wird.
Die Heizölpreise hierzulande starten nach diesen Vorgaben heute mit Aufschlägen in den Tag. Erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von rund einem halben Cent pro Liter erwarten.
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