Heizöl-Marktinformationen vom 21.07.2026, 08:18 Uhr

Heizöl-Markt aktuell: Rohölpreise etwas leichter - Gasöl- und Heizöl-Notierungen stabil

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern uneinheitlich entwickelt. Bei Rohöl waren Abschläge zu beobachten, bei Gasöl eine seitwärts gerichtete Entwicklung. Diese ist heute im Großen und Ganzen auch bei den Heizöl-Notierungen zu erwarten.

Aktuell stehen die September-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 88,50 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung im August kostet zur Stunde 1.195 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum Dollar leicht zurück und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1420 Dollar gehandelt. 

Die gegenseitigen Angriffe zwischen den USA und dem Iran wurden auch gestern fortgesetzt und die im Juni vereinbarte Waffenruhe ist längst Vergangenheit. 
Weiterhin geht es auch oder vor allem um die Vorherrschaft in der Straße von Hormus, die derzeit nur mit einem extrem hohen Risiko passiert werden kann, was den Ölexport aus dem Persischen Golf wieder nahezu zum Erliegen gebracht hat. 
Zudem kündigte die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz gestern Nachmittag an, auch eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien errichten zu wollen. Inwieweit dies möglich ist und welches Ausmaß diese haben könnte, ist derzeit weder bekannt noch realistisch einzuschätzen. Entsprechend reagierten die Rohölpreise gestern noch recht verhalten auf diese Meldung. Dennoch hat dieses Thema sicherlich großes Potenzial, die Notierungen noch weiter nach oben zu treiben.
Zuvor gaben die Futures aber kurzzeitig deutlich nach, als der Sprecher des iranischen Außenministeriums von neuen Bemühungen der Vermittlerstaaten berichtete. Tatsächlich handelt es sich dabei wohl um einen Vorschlag Pakistans, Katars und anderer Länder aus der Region, eine zehntägige Waffenruhe zu erreichen, um der Diplomatie doch noch eine Chance zu geben. Derzeit wird dies wohl von beiden Seiten geprüft.
Im weiteren Verlauf der Woche werden die Blicke der Händler zudem wieder auf die Entwicklung der Ölbestände in den USA, aber auch auf die weitere Zugbahn und Intensität des ersten Tropensturms "Bertha" gerichtet sein.
 
Am Devisenmarkt musste der Euro im Vergleich zum Dollar gestern leichte Verluste hinnehmen. Die Händler blicken nun langsam auf die am Donnerstag stattfindende Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB). Es wird zwar noch nicht mit einer weiteren Zinserhöhung gerechnet, wohl aber mit konkreten Hinweisen, wie es im Herbst diesbezüglich weitergehen wird.

Die Heizölpreise starten mit diesen Vorgaben weitgehend stabil in den heutigen Handelstag. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein kleines Minus in einer Größenordnung von einem halben Cent pro Liter erwarten. Nach wie vor steckt der Heizölhandel im Sommerloch und da auch schon in den Monaten April bis Juni sehr wenig bestellt wurde, muss spätestens ab August mit einer extrem hohen Nachfrage gerechnet werden. Dies könnte nicht nur den Preisen einen weiteren Schub geben, sondern auch die Lieferzeiten um mehrere Wochen verlängern.

Quelle: FastEnergy
PLZ

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